Die Akupunktur

Die Akupunktur ist eine Behandlungsmethode, die zur traditionellen chinesischen Medizin gehört.  Sie ist bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Der Name leitet sich von den lateinischen Wörtern Acus (=Nadel) und Punctio (=das Stechen) ab.

Die Akupunktur befasst sich mit den Meridianen, dies sind Längsbahnen auf dem Körper, in denen die Lebensenergie  zirkulieren soll.  Laut der chinesischen Medizin haben Sie Einfluss auf den gesamten Körper.  Daher gilt ein gestörter Energiefluss in diesem Bereich auch als Auslöser für körperliche Beschwerden. Gelöst werden soll dieser gestörte Energiefluss, bzw. die „Blockaden“, durch Einstiche in die Haut mit sehr feinen Nadeln.  Die Energie kann danach wieder fließen und somit werden die Beschwerden behoben.  Eine andere Möglichkeit ist noch die Akupressur, hierbei werden die Punkte durch  stumpfen Druck statt durch Stiche stimuliert.

Insgesamt gibt es am Körper rund 400 verschiedene Akupunkturpunkte, die für die unterschiedlichen Beschwerden wichtig sind.  Je nachdem an welcher Stelle der Schmerz auftritt, wird ein anderer Punkt für den Einstich gewählt.  Eine reguläre Sitzung hierfür dauert zwischen 20 und 30 Minuten.  Nebenwirkungen gibt es hier in der Regel nicht.  Allerdings ist es wichtig, zu einem guten und erfahrenen Heilpraktiker zu gehen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass nicht sauber gearbeitet wird. Und genau wie in einem Tattoo-Studio besteht hier dann die Möglichkeit einer (evtl.  sogar schwerwiegenden) Infektion. Um dies ausschließen zu können, sollte man sich genug  Zeit bei der Wahl seines Heilpraktikers lassen.

Nicht geeignet ist die Behandlung durch Akupunktur für Menschen mit Hautkrankheiten, Nervenkrankheiten und Krankheiten, die hochansteckend sind (wie z.B. Tuberkulose); sowie für Epileptiker, Babys und Menschen mit bestimmten Tumorarten.  Vorsicht ist dann geboten, wenn Die Einstichstellen zuvor eingecremt wurden oder dort  Make-up aufgetragen wurde, da winzige Mengen der Substanz beim Einstich mit in die Haut eindringen können.  Dort könnten Sie zu Entzündungen führen.

Bei Beschwerden im Rücken- und Kniebereich übernehmen seit dem 01.01.2007 die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung.

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